Förderung

Der Förderauftrag der Stiftungen ist auf die Förderung der Wissenschaft in Forschung und Lehre auf den Gebieten der wissenschaftlichen Forschung zum Kapitalmarktrecht, zur Kapitalmarktforschung und zur Unternehmensfinanzierung ausgerichtet. Zusätzlich möchten die Stiftungen über das gemeinsame Stiftungsprojekt Kapitalmarktunion einen Beitrag dazu leisten, den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu Fragen der Banken- und Kapitalmarktfinanzierung in Deutschland und Europa zu vertiefen. Generell gilt, dass mit einer Bewerbung auf eines der nachstehend aufgeführten Förderangebote kein Anspruch auf Förderung ausgelöst wird. Förderbeschlüsse liegen ausschließlich im Ermessen des Vorstandes der betreffenden Stiftung und können mit einer Förderzusage oder -ablehnung gefasst werden. Die Stiftungen und das gemeinsame Stiftungsprojekt Kapitalmarktunion unterstützen aktuell die im Folgenden beschriebenen Fördermaßnahmen.

 

Förderpreis

Jede der drei Stiftungen vergibt auf jährlicher Basis den mit jeweils EUR 10.000 dotierten Förderpreis der Stiftungen. Der Preis wird vergeben für herausragende, praxisnahe Forschungsarbeiten zu Fragen des Kapitalmarktes und des Aufsichtsrechts oder zu Fragen der Unternehmensfinanzierung und Kapitalmärkten, vorzugsweise mit Bezug zum Verbriefungsmarkt und zur Kapitalmarktunion. Zugelassen sind neben Monographien auch kumulative Dissertations- oder Habilitationsschriften sowie weitere wissenschaftliche Arbeiten.
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen pro Stiftung sind den folgenden Links zu entnehmen.

Dissertationsstipendium

Das Dissertationsstipendium wird von jeder Stiftung auf jährlicher Basis vergeben. Das Stipendium richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule ohne Auflagen zur Promotion zugelassen sind und eine praxisnahe Forschungsarbeit zu Fragen des Kapitalmarktes und des Aufsichtsrechts oder zu den Themengebieten Unternehmensfinanzierung und Kapitalmärkte, vorzugsweise jeweils mit Bezug zum Verbriefungsmarkt und zur Kapitalmarktunion, erstellen. Das Dissertationsstipendium der Stiftungen ist jeweils mit einer monatlichen Förderung in Höhe von EUR 1.100 ausgestattet. Die Förderdauer beträgt zunächst 1 Jahr, kann jedoch auf jährlicher Basis bis zu maximal 3 Jahre (Gesamtförderzeit) verlängert werden.
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen pro Stiftung sind den folgenden Links zu entnehmen.

 

Druckkostenzuschuss

Jede der drei Stiftungen vergibt auf jährlicher Basis einen mit jeweils max. EUR 5.000 dotierten Druckkostenzuschuss. Der Zuschuss wird vergeben für die Erstveröffentlichung herausragender, praxisnaher Arbeiten zu Fragen des Kapitalmarktes und des Aufsichtsrechts oder zu den Themengebieten Unternehmensfinanzierung und Kapitalmärkte, vorzugsweise mit Bezug zum Verbriefungsmarkt und zur Kapitalmarktunion.
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen pro Stiftung sind den folgenden Links zu entnehmen.

Zu den tabellarischen Stiftungsaktivitäten der Vergangenheit 

Stiftung Kapitalmarktforschung

Stiftung Kapitalmarktrecht

Stiftung Unternehmensfinanzierung und Kapitalmärkte

für den Finanzstandort Deutschland

Stiftungsveranstaltung

Das gemeinsame, strukturierte Zusammenkommen von Wissenschaft und Praxis und der offene Dialog von Informationen, Ideen und Meinungen ist ein wichtiger Baustein in dem von den drei Stiftungen gemeinsam initiierten Stiftungsprojekt Kapitalmarktunion.

Diesem Zweck dienen die regelmäßigen Fachdialoge mit dem Titel „Wissenschaft und Praxis“, die als Veranstaltungen zu aktuellen Themenstellungen von den Stiftungen organisiert und durchgeführt werden. Die Teilnahme an den Fachdialogen ist grundsätzlich für die eingeladenen Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis kostenfrei.

Veranstaltungstermine

29. und 30. Oktober 2020

Fachtagung | Erfurt

„Globalisierung und Strukturumbruch in der Nachcoronazeit – eine wirtschaftliche, politische und kulturelle Herausforderung“ 

Zur Veranstaltung

6. Dezember 2019

Fachtagung | Oestrich-Winkel

„Währungsarchitektur – Cryptowährungen, Libra und Free Banking“
Konferenz der European Business School, EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Zur Veranstaltung

7. und 8. Juni 2019

Fachtagung | Fulda

„Deutschlands Kapitalexport und die Investitionsherausforderungen der Zukunft“

Zur Veranstaltung

23. und 24. November 2018

Fachtagung | Wolfsburg

„Der deutsche Mittelstand im Spannungsfeld  von technologischem und strukturellem Wandel – Konsequenzen für Finanzierung und  Finanzbedarfe“

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14. September 2018

Fachtagung | Oestrich-Winkel

„Innovation und Disruption an den Finanz- und Kapitalmärkten“
Konferenz der European Business School, EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Zur Veranstaltung

Wissenschaftliche Gutachten

Im Rahmen des Stiftungsprojekts Kapitalmarktunion werden wissenschaftliche Gutachten gefördert, die sich im Einklang mit den Zielsetzungen des Stiftungsprojektes bewegen. Die Förderungswürdigkeit richtet sich insbesondere nach dem Praxisbezug der konkreten Themenstellung des wissenschaftlichen Forschungsgutachtens. Bereits in der Projektvorbereitung wird diesem zentralen Element eine besondere Bedeutung beigemessen. Demgemäß sollten sich die zu untersuchenden Kernfragen des Gutachtens stets aus Themen und Problemfeldern ergeben, die sowohl aus wissenschaftlicher, finanzwirtschaftlicher als auch realwirtschaftlicher Sicht von hohem Interesse für die Banken- und Kapitalmarktfinanzierung in Deutschland und Europa sind. Die Erstellung der Gutachten erfolgt über die beauftragten Wissenschaftler und stets im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis – Vertreter der Praxis sind hierbei Finanzexperten und Kapitalmarktspezialisten aus Banken, Kanzleien und der Realwirtschaft. Die Projektergebnisse werden von Wissenschaft und Praxis gemeinsam in Workshops, Tagungen und Veranstaltungen vorgestellt und erfahren so eine konkrete Verbreitung. Zusätzlich findet die Veröffentlichung der Forschungsgutachten sowie eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse auf der gemeinsamen Internetseite der Stiftungen und des Stiftungsprojektes statt.

Ideen für konkrete Studien und wissenschaftliche Gutachten können über das Deutsche Stiftungszentrum (siehe Kontaktadresse) an die Vorstände aller drei Stiftungen gerichtet werden.

 


 

Themen der Forschungsgutachten

Februar bis September 2020

Forschungszeitraum

Titel: „Die zukünftige Vernetzung bankbasierter Unternehmensfinanzierung in Deutschland mit den internationalen Kapitalmärkten“

Zum Gutachten

Kooperationsvereinbarung mit dem European Banking Institute

Das European Banking Institute e.V. (EBI) mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein internationales Zentrum für bankbezogene Studien. Es umfasst viele herausragende akademische Institutionen Europas, die im Bereich Bankenregulierung, Bankenaufsicht und Bankenabwicklung in ihren Forschungsaktivitäten zusammenarbeiten und deren Ziel es ist, den Dialog zwischen Wissenschaftlern, Aufsichtsbehörden, Vertretern der Industrie und Beratern zu Fragen der Regulierung und der Beaufsichtigung von Finanzinstituten und Finanzmärkten aus rechtlicher, wirtschaftlicher und sonstiger Hinsicht zu fördern.

Das Stiftungsprojekt und das EBI haben vor dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Ziele und Aufgaben in 2019 ein gemeinsames Förderprogramm mit dem Titel „Research Programme on Securitisation“ ins Leben gerufen. Die gemeinsame Forschungskooperation zielt auf die Förderung von Doktoranden, Postdoktoranden und Juniorprofessoren mit Abschluss in Recht, Finanzen oder Wirtschaft ab. Die administrative und logistische Unterstützung des Programms liegt beim EBI, über das auch die jährliche Ausschreibung erfolgt. 

Im Förderjahr 2019 konnte erstmalig Frau Sara Göthlin von der Stockholm University mit ihrem Forschungsprojekt „Legal Enforceabtility of Payment Waterfalls“ über das Research Programme on Securitisation gefördert werden.

Die Ausschreibungsunterlagen stehen auf der Internetseite des EBI zur Verfügung.

Des Weiteren fördert das Stiftungsprojekt Kapitalmarktunion die jährlich stattfindenden EBI-Konferenzen „Global Annual Conference“ und „Policy Conference“.